natürliche Zeckenabwehr

Aktualisiert: Aug 6


Es ist wieder soweit - die Zeckensaison ist da! Sobald die Temperaturen in die Höhe klettern, kommen auch die Zecken wieder aus ihrem Unterschlupf. Und zwar liebt die Zecke feuchtes, warmes Klima. Bei unter ca. 5 Grad wird die Zecke inaktiv und verweilt unter der feuchten Laubdecke.



Bevor ich Euch erzähle welche natürlichen Mittel eine gute Abwehr gegen die lästigen Tierchen bieten, möchte ich Euch ein paar allgemeine Informationen über Zecken geben und einige Irrtümer aus dem Weg räumen.


Alle Informationen habe ich im Laufe der Zeit zusammen gesammelt. Ich habe die Fakten nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen und teilweise mit meinen eigenen Worten verfasst. Ich verweise daher nicht auf spezielle Quellen hin. Auch übernehme ich keine Haftung für Schäden, die durch meine Angaben entstanden sind.

Ich möchte bewusst weder auf Krankheitsverläufe, noch auf das Thema Impfung eingehen.


Welcher Gruppe gehören Zecken an und wo sind sie zu finden?

Zecken zählen zu den Spinnentieren und zur Untergruppe der Milben. Sie sind Parasiten, das heißt sie brauchen zum Überleben einen Wirt. Das können wir Menschen sein, aber auch Tiere wie Hunde oder Katzen.


Zecken halten sich am liebsten in der Wiese, in Büschen, oder auf dem Wald-boden auf.


Viele Menschen glauben immer noch, dass die Zecken im Wald von den Bäumen fallen. Für die kleine Zecke wäre es ein enormer Energieaufwand auf einen Baum hinauf zu klettern. Nein, sie sitzt viel lieber auf einem Grashalm und wartet dort auf ein Opfer. Sobald Mensch oder Tier genau an dieser Stelle vorbei gehen, klammert sie sich fest.


Zecken entfernen


Die Zecke hat einen Stechrüssel, mit dem sie ins Gewebe des Opfers sticht, und nicht, wie im Sprachgebrauch üblich, beißt. Am liebsten sticht die Zecke dort zu, wo die Haut besonders dünn ist, wie beispielsweise in den Kniekehlen, der Leistenbeuge, oder hinter den Ohren.


Früher war man der Ansicht die Zecke müsse zuerst mit Öl beträufelt werden, um sie zu ersticken, dann müsse man sie im Uhrzeigersinn heraus drehen.


Eine Zecke atmet in Ruhe nur 1-2 x pro Stunde. Man bräuchte also ziemlich viel Zeit, wenn man sie ersticken wollte. Abgesehen davon würde man durch ein Beträufeln mit Öl, Alkohol oder Ähnlichem möglicherweise erreichen, dass die Zecke ihren Mageninhalt in die Einstichstelle entleert. Das Risiko einer Ansteckung mit Borreliose würde dadurch erhöht.

Der Stechrüssel der Zecke hat kein Gewinde, daher ist es auch völlig egal in welche Richtung man das Tierchen heraus dreht. Drehen generell, lockert aber die Mundwerkzeuge, mit der sich die Zecke eine Art Grube ins Gewebe gräbt. Die Zecke kann dann leichter entfernt werden. Sie kann allerdings auch einfach gerade heraus gezogen werden. Dabei sollte man mit der Pinzette ganz vorne an der Einstichstelle ansetzten, um die Zecke nicht zu quetschen. Auch dies würde das Risiko einer Ansteckung mit Borreliose erhöhen.


Nach Entfernung der Zecke kann die Einstichstelle mit 100 % naturreinem ätherischen Lavendel-, Nelkenknospen-, oder Teebaumöl desinfiziert werden.

Niemals ätherisches Öl direkt auf die Zecke geben!

Bei kleineren Kindern bis 4 Jahre, 2 Tropfen Nelkenknospenöl mit 2 ml Johanniskrautöl verdünnen und abtupfen.


Wusstest Du? Zecken sind wahre Überlebenskünstler. Sogar einen Waschgang bei 40 Grad in der Waschmaschine überleben sie locker. Laut einer Studie können Zecken ca. 3 Wochen unter Wasser überleben.


Was tun, wenn der Kopf stecken bleibt?


Sollte der Kopf der Zecke beim Herausziehen stecken bleiben, ist das kein Problem. Er wird nach einigen Tagen vom Körper abgestoßen. Eventuell kann man die Stelle etwas desinfizieren.

Die Borrelien (Auslöser für Borreliose) befinden sich im Darm der Zecke. Ist nur mehr der Kopf vorhanden, gibt es also keine Sorge, sich nachträglich (außer eine Übertragung der Borrelien hat bereits statt gefunden) mit Borreliose anzustecken.


Welche Krankheiten werden durch Zecken übertragen?


Die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine Viruserkrankung, die unter anderem durch Zecken übertragen werden kann, und eine Entzündung des Gehirns, Gehirnhäute und/oder Rückenmark verursachen kann. FSME wird - im Gegensatz zur Borreliose - durch den Speichel der Zecke übertragen. Dies geschieht sofort nach dem Stich.


Borreliose dagegen, ist eine durch Bakterien - die sogenannten Borrelien - ausgelöste Erkrankung. Sie ist, die in Österreich am häufigsten ausgelöste Erkrankung durch Zecken. Die Borrelien befinden sich im Darm der Zecke. Nach dem Biss dauert es eine Weile (vermutlich einige Stunden) bis die Borrelien in die Blutbahn des Wirtes gelangen. Eine rasche Entfernung der Zecke, mindert somit auch das Risiko an Borreliose zu erkranken. Eine Impfung gegen FSME schützt übrigens nicht vor Borreliose. Eine eigene Impfung gegen Borreliose gibt es nicht.


Nun zur Zeckenabwehr


Zu allererst muss man sagen, dass es keinen 100% igen Schutz gegen Zecken gibt. Allerdings kann man mit den richtigen Mitteln und dem richtigen Verhalten, die Tierchen weitestgehend abschrecken.


Zecken erkennen "ihre Opfer" mit einem Sinnesorgan, ähnlich unserer Nase. Sie nehmen Buttersäure und Ammoniak war, die im menschlichen Schweiß enthalten sind. Auch Kohlendioxid, das beim Ausatmen entsteht.

Da die Zusammensetzungen nicht bei jedem Menschen gleich sind, und somit auch nicht jeder Geruch derselbe ist, gibt es auch bei den Zecken "Vorlieben". Daher werden manche Menschen sehr oft von Zecken gebissen, andere gar nicht.

Auch muss man sagen, dass nicht jedes "Anti-Zecken-Mittel" bei jedem Menschen die gleiche Wirkung hat. Hier muss man einfach ein bisschen herum experimentieren.


Empfohlene Verhaltensweisen:


  • Lange Kleidung beim Spaziergang durch den Wald oder hohes Gras

  • Am besten helle Kleidung tragen - hier sieht man die Zecken besser

  • Socken über die Hose ziehen, denn genau dort finden die Tierchen meist den Weg zu uns

  • Verwendung geeigneter Mittel zur Zeckenabwehr

  • Nach einem Ausflug sollte der ganze Körper nach Zecken abgesucht werden


Natives Kokosöl

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Studien haben gezeigt, dass Produkte die Laurinsäure enthalten, besonders abschreckend auf Zecken sind.


Innerliche Anwendung

  • Entweder pur ca. 1 TL pro Tag, oder in den allgemeinen Speise-plan integrieren

  • Ideal auch für Babies sowie noch ganz kleine Kinder

  • Hunden kann 1 TL Kokosöl ins Futter beigemengt werden

Äußerliche Anwendung

  • Am besten direkt vor dem Spaziergang großzügig auf die Haut auftragen. Das Kokosöl kann pur, aber auch in einer Mischung mit anderen fetten Ölen, sowie als Mischung mit ätherischen Ölen (max. 3 %) aufgetragen werden.

  • Tiere (Hunde, Katzen) gut mit purem Kokosöl einreiben


Aktuelle Studie: Die abschreckende Wirkung von Kokosöl auf Zecken wurde von Prof. Dr. Monika Hilker, Dr. Olaf Kahl und Dr. Hans Dautel aus der Arbeitsgruppe Angewandte Zoologie/Ökologie der Tiere an der FU Berlin entdeckt. Lösungen mit 10% Laurinsäure hatten bereits eine Zeckenabstoßende Wirkung: zwischen 81 und 100 Prozent der Tiere mieden die mit der Lösung behandelte Oberfläche. Beim Menschen konnte eine Wirksamkeit von mindestens sechs Stunden nachgewiesen werden. Die 10%ige Lösung der Laurinsäure zeigte bei Nymphen (ganz junge, geschlechtslose Zecken) eine abstoßende Wirkung in 63-83 Prozent, bei erwachsenen Zecken in 75-88 Prozent.


Schwarzkümmelöl

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Dass Schwarzkümmelöl als Abschreckung gegen Zecken verwendet werden kann, ist einem jungen Gymnasiasten 2014 aufgefallen. Alexander Betz aus Regens-burg bemerkte zufällig, dass sein Hund, der aufgrund einer Allergie täglich Schwarzkümmelöl ins Futter gemischt bekam, plötzlich kaum mehr von Zecken befallen war.

Er forschte weiter, in dem er sich zwei Gefäße baute; in das eine Gefäß kamen Präparate mit Schweineblut und Schweiß, in das andere, mit Schwarzkümmelöl ver-setzte Präparate. Mittels 30 Zecken macht er den Versuch und stellte fest, dass jenes Gefäß mit dem Schwarzkümmelöl von den Zecken gemieden wurde. Sie suchten sich den Weg in den anderen Behälter. Alexander Betz nahm mit diesem Projekt an "Schule forscht" 2014 teil und belegte den 3. Platz.


Innerliche Anwendung

  • 1 TL pro Tag bei Erwachsenen

  • bei Kindern ab 3 Jahren 1/2 TL pro Tag


Äußerliche Anwendung

  • als Mischung verschiedener fetten Öle (insektenabweisende ätherische Öle können beigemengt werden)



Plagegeister adè Körperspray

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Inhaltsstoffe: echte Seife, Neembau-möl, Eukalyptus citriodora, Teebaum, Zitronella, Lemongrass u.a


Anwendung

  • Vor dem Spaziergang den Körper, (vor allem Kniekehlen, Nacken, etc.) sowie die Kleidung einsprühen

  • Bei längeren Aufenthalten in der Natur alle 2-3 Stunden auffrischen

  • für Kinder ab 2 Jahren geeignet!



Insektenfrei Raum- und Körperspray

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Inhaltsstoffe: Eukalyptus, Rosengeranie, Nelke, Pfefferminze, Lavendel und Zitrone


Anwendung

  • Je nach Bedarf, entweder als Raum- oder Körperspray, im Raum verteilen, oder auf den Körper sprühen - sofortige Wirkung!

  • Auch in der praktischen Reisegröße von 50 ml erhältlich!


Tipp: in die Sandkiste gesprüht, hält es Ameisen, Spinnen und ähnliches Ungeziefer fern!



Laus adé Kopfspray

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Inhaltsstoffe: Neembaumöl, Eukalyptus globulus, Geranium, Zitrone, Nelke, Teebaumöl, u.a.


Anwendung

  • Kopf sowie Kleidung damit einsprühen; alle 4-5 Stunden auffrischen

  • ideal in der "Läusezeit", aber auch vorbeugend in der Zeckensaison




Vierbeiner Fellspray

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Anwendung

  • Vor dem Spaziergang den Hund einsprühen und dann in das Fell einmassieren

  • Aufgrund des enthaltenen Teebaumöls wird der Vierbeiner Fellspray nicht für Katzen empfohlen!

  • Wirkt gegen Zecken, Läuse, Milben und andere Parasiten

  • Ideal für Hund und Pferd



Lausfrei Haarshampoo

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Anwendung

  • Besonders in der Läuse- und Zeckensaison regelmäßiges Haare waschen mit dem Lausfrei Haarshampoo

  • Ideal gegen Läuse, Nissen, Insekten

  • Auch gegen Zecken, allerdings sollte relativ kurz zuvor mit dem Shampoo die Haare gewaschen werden - Tipp: Laus adé Kopfspray




Vierbeiner Tiershampoo

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Inhaltsstoffe: Citronella, Eukalyptus citriodora, Rosengeranie, Lemongrass, Patchouli, Teebaum und Neembaum


Anwendung

  • Haustier regelmäßig mit dem Vierbeiner Tiershampoo baden

  • angepasster ph-Wert

  • Reinigung des Fells, ohne dabei die Schutzschicht der Haut zu zerstören

  • hilft bei der Wundheilung

  • vertreibt Insekten und Ungeziefer

  • wirkt schmerzstillend, pilztötend und stimulierend auf das Immunsystem

  • 100 % natürlichen Ursprungs


Ätherische Öle:

Lemongrass, Eukalyptus citrodora (Achtung! sehr stark), Lavendel, Rosengeranie, Teebaum, Patchouli, Pfefferminze, Krauseminze

(Quellen: feeling Info-Folder "Natürlicher Zeckenschreck")

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